Jackels Unternehmensgruppe
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Gemeinsames Projekt Kanalisation
der 4 Kleingartenvereine KGV Grashofsiedlung e.V.,
KGV der Kriegsbeschädigten Rath-Mörsenbroich e.V.,
KGV Trockene Erde e.V. und KGV Heckenröschen e.V.
 

kanalisationSchon im Februar 2006 kamen wir zusammen und zogen in Erwägung die Kanalisationsmaßnahme als Gemeinschaftsprojekt durchzuführen.

Am 3.August 2007 gründeten wir dann eine Arbeitsgemeinschaft und beschlossen nun endgültig die Abwasserplanung gemeinsam für die 242 Parzellen durchzuführen. Dieter Bernhart und Harald Bembenek unterstützten uns beim Start und bei der Besorgung der benötigten Genehmigungen. Hier müssen wir anmerken, dass wir uns seitens der Ämter doch mehr Unterstützung und Kooperation gewünscht hätten und möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den Gartenfreunden Dieter Bernhart und Harald Bembenek ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken.

Mit sehr viel Arbeitseinsatz sammelte Gartenfreund Adolf Schlupp, 1. Vorsitzender des KGV Grashofsiedlung alle nur möglichen Informationen zum Thema Kanalisation. Ständig war er mit dem Rad unterwegs, besuchte andere Kleingartenvereine die entweder noch in der Baumaßnahme waren, oder aber schon erfolgreich diese abgeschlossen hatten. Er betrieb besonders intensiv „Marktforschung“, zog Erkundigungen über sehr viele Tiefbauunternehmen ein und forderte entsprechende Angebote ein. Auch hier opferte Gartenfreund Schlupp einen beträchtlichen Teil seiner Freizeit, denn schließlich musste das Gelände ja auch vor Angebotserstellung mit den jeweiligen Bauunternehmern besichtigt werden.

Bei der Prüfung der Angebote unterstützte uns auch ein weiteres Vereinsmitglied mit seinen Fachkenntnissen aus dem Bauwesen. Es muss einfach mal erwähnt werden, dass dies für Laien wirklich keine einfache Aufgabe ist, und so waren wir alle sehr froh, dass dieses Projekt durch Gartenfreund Schlupp von der technischen Seite geprüft werden konnte.

Nach sorgfältiger Prüfung und Abstimmung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft erteilten wir den Auftrag dann an das zertifizierte Tiefbauunternehmen Jackels, das bereits auch die Planung durchgeführt hatte. Auch fühlten wir uns alle recht gut beraten durch Herrn Günter von der Firma Jackels. Wir entschieden uns für den Bau eines konventionellen Kanals.

So war dann der Beginn der Baumaßnahme geplant für die 2. Dekade September 2008, aber die Firma Jackels hatte ein anderes Projekt vorzeitig abschließen können. So fragte man an, ob ein früherer Beginn bei uns möglich sei und wir stimmten dem dann auch zu.

Unter der Leitung des Vorarbeiters Lehnen starteten wir dann bereits Anfang August 2008. Die Baumaßnahmen wurden sauber und zügig durchgeführt und an dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Herr Lehnen auch für besorgte Kleingärtner immer ein offenes Ohr hatte und jederzeit mit Ratschlägen half. Geduldig erklärte er einzelne Arbeitsschritte und auch ich als Frau bekam von ihm immer äußerst gute Erläuterungen und Erklärungen, so dass ich auch unseren Kleingärtnern immer technisch weiterhelfen konnte, bezüglich Verlegung der Kanalrohre von der Laube zum Hauptanschluss.

Leider haben die Wasserleitungspläne nicht immer gestimmt, so kam es mehrfach zu Leitungsschäden, die aber immer sofort wieder repariert werden konnten. Da war die Sache mit Stromleitungen schon etwas schwieriger. Hier wurden teilweise schon mal Erdkabel erwischt, die wirklich nur knapp unter der Oberfläche verlegt waren und in keinem Plan verzeichnet waren. Gott sei Dank hatten wir aber auch hier eine Elektrofirma gefunden, die immer kurzfristig alles wieder in Gang setzte.

Aber das alles waren nur Kleinigkeiten.

Beim Aushub eines Grabens für die Kanalisation innerhalb der Parzelle stieß eine Pächterin auf eine dubiose Leitung. Was war das denn? Eine Wasserleitung, seltsam? Nun standen plötzlich mehrere Vereinskameraden um dieses seltsame Teil herum und einer wagte dann doch die Äußerung „Sieht aus wie ´ne Bombe“. Sofort wurde die Polizei alarmiert, die alarmierte die Feuerwehr und die wiederum informierte den Kampfmittelräumdienst. Tatsächlich, es war eine britische Fliegerbombe, die da von unserer Gartenfreundin fein säuberlich mit dem Handfeger freigelegt worden war. Zwei Tage später wurde dann der Bereich um den nördlichen Zubringer herum gesperrt und die Bombe wurde erfolgreich unschädlich gemacht und abtransportiert.

Im Laufe der weiteren Baumaßnahme wurden noch so einige Brandbomben gefunden, die ebenfalls vom Kampfmittelräumdienst entsorgt wurden. Mittlerweile hatten wir ja alle schon unsere Erfahrungen und konnten diese eindeutig als solche identifizieren.

Die Baumaßnahme verlief ansonsten ohne Zwischenfälle und wurde äußerst sorgfältig durch die Firma Jackels abgewickelt. So hatten wir auch keine offenen Wegstrecken über längere Zeiträume. Grundsätzlich wurde am Ende eines jeden Arbeitstages jeder Weg wieder zugemacht und dadurch kam es kaum zu Behinderungen.

Die Kanalrohre für die öffentlichen Wege waren im Angebot der Firma Jackels enthalten. Die Rohre innerhalb der Parzellen bis zum Hauptrohr wurden von den Kleingärtnern in Eigenleistung verlegt. Nach entsprechendem Aufmaß wurden diese Rohre jeweils von den einzelnen Vereinen bei der Firma Nöcker als Sammelbestellung geordert.

Auch hier haben wir es wieder dem Einsatz von Gartenfreund Schlupp zu verdanken, dass wir die Rohre bei Nöcker zu äußerst günstigen Konditionen erwerben konnten. Auch wurden so einige Arbeiten innerhalb des Geländes durch unsere Kleingärtner in Eigenleistung durchgeführt um die Kosten zu senken. Bisher wurden hier insgesamt 350 Stunden an Eigenleistung erbracht. Der Zahlungsverkehr mit dem Bauunternehmer und die Abrechnung mit den beteiligten Vereinen wurde durch Gartenfreund Pufahl, Kassierer des KGV Hekkenröschen, vorgenommen.

Für die Zukunft werden die Vereine eine schriftliche Vereinbarung treffen über die Instandhaltungskosten der gesamten Anlage.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken für den reibungslosen Ablauf der Maßnahme möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass es ein großes Stück Arbeit für die Vereinsvorstände war, verbunden mit sehr viel Einsatz ihrer Freizeit.

Quelle: Das Blatt- Zeitschrift für Düsseldorfer Kleingärtner - 2. Quartal 2009 / 12. Jahrgang